Welches Mainboard habe ich? So liest du es aus
Stand:
Drücke die Windows-Taste zusammen mit R, tippe msinfo32 ein und bestätige mit der Eingabetaste. Auf der ersten Seite stehen „BaseBoard-Hersteller“ und „BaseBoard-Produkt“, zusammen ergeben sie den vollen Namen. Das funktioniert auf jedem Windows und ohne Download. Falls du irgendwo den Befehl wmic empfohlen bekommst: Den hat Microsoft im August 2026 aus Windows 11 entfernt, er läuft dort nicht mehr. Und wenn statt eines Modellnamens nur eine Nummer dasteht, ist das kein Fehler, sondern der Normalfall bei vielen Fertig-PCs. Was du dann machst, steht weiter unten.
Der Weg, der überall funktioniert
Du musst nichts installieren. Windows kennt sein eigenes Mainboard, es zeigt die Angabe nur nicht im Task-Manager an.
- 1Systeminformation öffnen
Drücke die Windows-Taste und R gleichzeitig. Es geht ein kleines Fenster auf. Tippe dort msinfo32 ein und drücke die Eingabetaste.
- 2Die beiden Zeilen suchen
Du landest direkt auf der Seite „Systemübersicht“. Scroll etwa bis zur Mitte. Dort stehen untereinander „BaseBoard-Hersteller“, „BaseBoard-Produkt“ und „BaseBoard-Version“.
- 3Beides zusammensetzen
Der volle Name ist Hersteller plus Produkt. Erschrick nicht über die lange Firmierung: Bei mir steht als Hersteller „Micro-Star International Co., Ltd.“, gemeint ist MSI. Als Produkt steht „MPG B550 GAMING PLUS (MS-7C56)“. Die Nummer in der Klammer ist die interne Bezeichnung des Boards. Nach der kannst du genauso suchen, manchmal sogar besser.
- 4Die BIOS-Fassung gleich mitnehmen
Ein paar Zeilen weiter oben steht „BIOS-Version/-Datum“. Notier dir die Nummer. Ohne sie ist die Mainboard-Bezeichnung nur die halbe Antwort, sobald es ums Aufrüsten geht. Bei mir steht dort 1.50 vom 14. Januar 2021.
Der Befehl aus den meisten Anleitungen ist weg
Ich habe vor diesem Artikel die neun Anleitungen aufgerufen, die Google zu dieser Frage zuerst zeigt. Acht davon sind echte Anleitungen, die neunte ist eine Shop-Seite ohne Inhalt dazu. Vier der acht empfehlen denselben Befehl in der Eingabeaufforderung: wmic baseboard get product,manufacturer.
Den Befehl gibt es nicht mehr. Microsoft hat wmic seit August 2026 aus Windows 11 in den Fassungen 24H2 und 25H2 entfernt, und er lässt sich auch nicht mehr nachinstallieren. Auf einem aktuellen Windows 11 bekommst du deshalb nur die Meldung, dass der Befehl nicht gefunden wurde. Auf Windows 10 funktioniert er noch.
Von den vier Seiten schreibt genau eine dazu, dass der Befehl auf neuem Windows 11 nicht mehr läuft. Die anderen drei nennen ihn ohne jeden Vorbehalt, eine davon als schnellsten Weg mit der Zeitangabe zehn Sekunden. Nachgesehen habe ich das am 20. September 2026.
Das ist keine Kleinigkeit für dich, sondern genau der Moment, in dem man denkt, man habe etwas falsch gemacht. Hat man nicht. Der Nachfolger heißt PowerShell und kann dasselbe.
- 1PowerShell öffnen
Rechtsklick auf das Windows-Symbol unten links, dann „Terminal“ oder „Windows PowerShell“ anklicken. Administratorrechte brauchst du dafür nicht.
- 2Den Befehl eingeben
Tippe diese Zeile ein und drücke die Eingabetaste: Get-CimInstance Win32_BaseBoard | Select-Object Manufacturer, Product. Du bekommst Hersteller und Modell nebeneinander ausgegeben, sonst nichts.
Deshalb steht oben der längere Befehl mit Select-Object und nicht die kurze Fassung. Ich hatte zuerst die kurze hier stehen, bis ich sie ausprobiert habe: Get-CimInstance Win32_BaseBoard allein gibt die Seriennummer deines Boards mit aus, ungefragt. Drei der vier Anleitungen von oben fordern sie sogar noch ausdrücklich an. Und genau dieses Fenster ist es, was danach als Foto in einem Hilfe-Thread landet. Die Seriennummer braucht niemand, um dir bei einer Frage zu helfen. Sie ist bei manchen Herstellern aber der Schlüssel zur Garantieabfrage. Nimm den Befehl von oben, oder mal sie im Bild schwarz.
Wenn dort keine Modellbezeichnung steht
Bei Fertig-PCs und Notebooks passiert es oft, dass unter „BaseBoard-Produkt“ nichts Brauchbares steht. Statt eines Namens, nach dem du suchen könntest, findest du eine Buchstaben-Zahlen-Kombination, den Eintrag „To Be Filled By O.E.M.“ oder gar nichts.
Das ist kein Defekt und auch kein Fehler von Windows. Diese Zeilen kommen aus einer Tabelle, die beim Einschalten vom Board selbst gefüllt wird. Wer sie füllt, entscheidet der Hersteller. Große Anbieter bauen Boards, die es einzeln gar nicht zu kaufen gibt, und tragen deshalb ihre eigene interne Nummer ein. Warum Windows bei der eigenen Hardware öfter danebenliegt, steht ausführlich in Was Windows über deine Hardware sagt.
- Sieh in derselben msinfo32-Übersicht nach „Systemhersteller“ und „Systemmodell“. Bei einem gekauften Rechner steht dort die Modellbezeichnung, die auch auf dem Karton stand. Damit findest du das Datenblatt, und darin steht meist mehr über das Board als in Windows.
- Such auf der Support-Seite des Herstellers nach der Seriennummer oder dem Service-Tag deines Rechners. Beides steht auf einem Aufkleber am Gehäuse. Die Hersteller zeigen dir dann die genaue Ausstattung deines Geräts.
- Wenn du selbst gebaut hast und dort trotzdem nur eine Nummer steht: Das ist der Normalfall. Du hast keinen PC-Hersteller, also gibt es auch kein PC-Modell. Für dich zählt allein die BaseBoard-Zeile, und die stimmt.
Wenn gar nichts hilft, steht die Bezeichnung auf dem Mainboard selbst aufgedruckt, meist groß zwischen den Steckplätzen. Dafür musst du die Seitenwand abnehmen. Rechner vorher ausschalten und das Stromkabel ziehen. Was dort gedruckt steht, ist die verlässlichste Angabe überhaupt, weil sie nicht aus einer Tabelle kommt, die jemand befüllen musste.
Was du mit dem Namen anfängst
Kaum jemand will die Bezeichnung des Mainboards wissen, um sie zu wissen. Meistens steckt eine dieser drei Fragen dahinter.
- Passt ein neuer Prozessor? Der Sockel allein entscheidet das nicht. Es sind drei Hürden: Der Sockel muss passen, das Board braucht eine BIOS-Fassung, die den Prozessor kennt, und die Speichergeneration muss stimmen. AM4 nimmt nur DDR4, AM5 nur DDR5, bei LGA1700 entscheidet das Board. Deshalb brauchst du neben dem Namen auch die BIOS-Nummer. Welche Kombinationen zusammenpassen, rechnet dir der Konfigurator aus.
- Wie viel Arbeitsspeicher geht noch rein? Das steht in der Liste der unterstützten Speicher auf der Herstellerseite deines Boards, der sogenannten QVL. Welcher Speicher sich lohnt, zeigt die RAM-Bestenliste.
- Brauche ich ein BIOS-Update? Vergleich die Nummer aus msinfo32 mit der neuesten auf der Herstellerseite. Ein Update ohne Anlass ist aber keine gute Idee. Mach es, wenn ein neuer Prozessor es verlangt oder ein Fehler behoben wird, den du hast.
Wenn du gleich den ganzen Rechner durchgehen willst statt nur das Board, steht der Weg dafür in Was ist in meinem PC verbaut?. Und mein PC-Check-Tool macht denselben Durchgang in einem Rutsch und sagt am Ende in klaren Sätzen, wo dein Rechner unter seinen Möglichkeiten läuft.
Häufige Fragen
- Welches Mainboard habe ich?
- Drücke die Windows-Taste zusammen mit R, tippe msinfo32 ein und bestätige mit der Eingabetaste. Auf der Seite „Systemübersicht“ stehen etwa in der Mitte die Zeilen „BaseBoard-Hersteller“ und „BaseBoard-Produkt“. Zusammen ergeben sie den vollen Namen, bei mir „Micro-Star International“ und „MPG B550 GAMING PLUS (MS-7C56)“. Du musst dafür nichts herunterladen und das Gehäuse nicht öffnen.
- Warum funktioniert wmic baseboard get product nicht mehr?
- Weil es den Befehl nicht mehr gibt. Microsoft hat das Werkzeug wmic seit August 2026 aus Windows 11 in den Fassungen 24H2 und 25H2 entfernt, und es lässt sich auch nicht mehr nachinstallieren. Auf Windows 10 läuft es noch. Von den neun Anleitungen, die Google zu dieser Frage zuerst zeigt, empfehlen ihn vier trotzdem weiter, und nur eine davon schreibt den Vorbehalt dazu. Nimm stattdessen msinfo32 oder in PowerShell die Zeile Get-CimInstance Win32_BaseBoard | Select-Object Manufacturer, Product.
- Was mache ich, wenn beim Mainboard nur eine Nummer steht?
- Das ist bei Fertig-PCs und Notebooks der Normalfall und kein Defekt. Diese Angabe füllt der Hersteller beim Einschalten selbst aus, und große Anbieter tragen dort ihre interne Nummer ein, weil es das Board einzeln nicht zu kaufen gibt. Sieh in derselben Übersicht nach „Systemhersteller“ und „Systemmodell“ und such damit das Datenblatt deines Rechners. Alternativ hilft die Seriennummer vom Aufkleber am Gehäuse auf der Support-Seite des Herstellers.
- Wie finde ich die BIOS-Version meines Mainboards heraus?
- Im selben Fenster wie das Mainboard. Windows-Taste zusammen mit R drücken, msinfo32 eintippen, Eingabetaste. Auf der Seite „Systemübersicht“ steht die Zeile „BIOS-Version/-Datum“, bei mir 1.50 vom 14. Januar 2021. Diese Nummer brauchst du, sobald du über einen neuen Prozessor nachdenkst: Ob er läuft, hängt nicht nur am Sockel, sondern auch daran, ob dein Board ihn in seiner BIOS-Fassung schon kennt.
- Kann ich das Mainboard herausfinden, ohne den PC zu öffnen?
- Ja, in den allermeisten Fällen. Windows kennt die Bezeichnung und zeigt sie in der Systeminformation unter msinfo32 an. Das Gehäuse musst du nur dann aufmachen, wenn dort keine brauchbare Angabe steht und auch das Datenblatt des Herstellers nichts hergibt. Dann hilft der Aufdruck auf dem Board selbst, meist zwischen den Steckplätzen. Vorher ausschalten und das Stromkabel ziehen.
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