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Grafikkarte

Grafikkarte bis 500 Euro: Was dafür wirklich drin ist

Stand:

Kurz gesagt

Von elf Karten bis 500 Euro sind im Oktober 2026 fünf aus dem Handel verschwunden, übrig sind sechs. Die stärkste davon ist die GeForce RTX 5060 für rund 466 Euro, mit 8 GB Speicher. Das beste Verhältnis aus Leistung und Preis hat die Intel Arc B580 für rund 369 Euro, gut sechs Prozent vor der RTX 5060, und sie hat 12 GB. Eigene Bildraten habe ich für sie allerdings nicht.

Was für 500 Euro dasteht

Ich führe 18 Grafikkarten als kaufbar. Fünf davon kosten 500 Euro oder weniger. Vor vier Wochen waren es elf von 31, und der Schwund geht weiter: Allein heute sind acht Karten aus dem Handel verschwunden.

Der Grund steht weiter unten unter „Was der Markt gerade macht“: Die Preise sind gestiegen, und wo eine Karte nicht mitgestiegen ist, hat der Handel sie einfach ausgelistet. Die Radeon RX 7700 XT, bis zum Oktober die stärkste Karte dieser Klasse, steht im heise Preisvergleich nur noch mit einem einzigen Modell ab 929,89 Euro. Bei einem Richtpreis von 499 ist das kein Marktpreis mehr, sondern Knappheit.

  • GeForce RTX 5060, rund 466 Euro, 8 GB. Die stärkste der fünf, und ich habe eigene Bildraten für sie.
  • Intel Arc B580, rund 369 Euro, 12 GB. Bestes Verhältnis aus Leistung und Preis, rund ein Fünftel schneller als die RTX 3060. Braucht Resizable BAR im BIOS, eigene Bildraten habe ich nicht.
  • GeForce RTX 5050, rund 397 Euro, 8 GB. Gleicher Indexwert wie die RX 7600, aber neuere Technik.
  • Radeon RX 7600, rund 390 Euro, 8 GB. Der Einstieg, wenn Full HD reicht, mit eigenen Messwerten.
  • GeForce RTX 3060, rund 379 Euro, 12 GB. Die langsamste der fünf, aber der einzige Weg zu 12 GB mit eigenen Messwerten.

Alle elf mit den vollständigen Werten stehen in der Bestenliste Grafikkarten. Sortier sie dort nach Leistung je Euro statt nach Leistung. In dieser Preisklasse ist das die ehrlichere Reihenfolge.

Beim Speicher würde ich genauer hinsehen

Für 500 Euro geht es selten um die letzten fünf Prozent Bildrate. Es geht darum, ob die Karte in drei Jahren noch mitkommt. Und da ist der Grafikspeicher der Punkt, an dem die Angebote weit auseinanderliegen.

Von den fünf Karten haben zwei mehr als 8 GB: die Arc B580 mit 12 GB für rund 369 Euro und die RTX 3060 mit 12 GB für rund 379 Euro. Die drei anderen haben 8 GB und kosten zwischen 390 und 466 Euro. Mehr Speicher kostet in dieser Klasse also gerade nichts extra, sondern weniger. Das ist neu. Im September lag hier die RTX 5060 mit 8 GB bei rund 355 Euro und war damit die günstigste vernünftige Wahl. Zwei Karten mit 16 GB, die RX 7600 XT und die RX 7900 XTX, sind inzwischen gar nicht mehr zu bekommen.

Der Preis nimmt dir die Entscheidung also nicht ab. Du musst sie selbst treffen.

Mehr Speicher macht keine Karte schneller. Er entscheidet darüber, was passiert, wenn der Platz nicht reicht. Dann wird ständig nachgeladen. Das siehst du nicht an einer kleineren Zahl im Messprogramm, sondern an Rucklern, wenn du dich schnell umdrehst, und an Texturen, die erst nach einer Sekunde scharf werden.

Voll heißt nicht zu wenig

Spiele reservieren so viel Grafikspeicher, wie da ist. Ein voller Balken im Auslese-Programm heißt deshalb nicht, dass die Karte zu wenig hat. Knappheit erkennst du am Verhalten, nicht an der Anzeige.

Was ich belegen kann und was nicht

Jetzt die unangenehme Stelle. Ich schreibe sie lieber selbst hin, als dass sie jemand findet.

Meine Spiele-Messreihe deckt 15 Karten ab. Von den fünf Karten bis 500 Euro sind drei dabei: die RTX 5060, die RTX 3060 und die RX 7600. Die RTX 4060 war die vierte und ist heute aus dem Handel verschwunden. Für die beiden übrigen, die Arc B580 und die RTX 5050, steht bei mir ein Indexwert und keine gemessene Bildrate.

Ein Indexwert ist nicht erfunden. Er kommt aus veröffentlichten Messungen, und woher genau, steht auf jeder Bauteilseite dabei. Aber er ist etwas anderes als eine Bildrate in einem bestimmten Spiel bei einer bestimmten Auflösung. Wo ich das eine habe und das andere nicht, sage ich es.

Die Zwickmühle ist dieselbe geblieben, nur mit weniger Auswegen. Willst du 12 GB und eigene Messwerte, bleibt genau eine Karte: die RTX 3060 für rund 379 Euro, und die ist die langsamste der fünf. Die Arc B580 hat ebenfalls 12 GB, ist nach Index rund ein Fünftel schneller und kostet sogar weniger, nur habe ich für sie keine eigene Bildrate. Nimmst du die stärkste gemessene Karte, die RTX 5060, bekommst du 8 GB für rund 100 Euro mehr.

Was der Markt gerade macht

Am 4. September 2026 haben MSI, Gigabyte und Inno3D neue Preislisten veröffentlicht, drei Tage nach Asus und Galax. Auslöser ist der Speicher: Samsung verlangt rund 20 Prozent mehr für DRAM, das schlägt auf GDDR6 und GDDR7 durch. Nvidia hatte seinen Partnern schon Ende Juli 20 bis 30 Prozent mehr für Pakete aus Chip und Speicher angekündigt, AMD nannte für das dritte Quartal mindestens 10 Prozent.

Für diese Preisklasse heißt das weniger, als die Schlagzeilen vermuten lassen. Die September-Runde trifft vor allem Karten zwischen 700 und 900 Euro. Die RTX 5060, die RTX 5050 und die RTX 5090 tauchen in keiner der drei Listen auf, die drei hatten ihre Erhöhung allerdings schon in früheren Runden. Und es sind Preise für den chinesischen Vertrieb. Wie viel davon im deutschen Handel ankommt, entscheidet sich laut PC Games Hardware in vier bis sechs Wochen.

Messbar angekommen ist bisher die Runde davor. 3DCenter hat zum 1. September 2026 erhoben, dass die Bestpreise gängiger Grafikkarten im deutschen Handel seit Mitte August um 4,3 Prozent gestiegen sind. Ein Beispiel aus derselben Erhebung: Die günstigste RTX 5070 kostete am 5. September ab 729,90 Euro, bei 649 Euro UVP zum Marktstart im März 2025. Das sind 12 Prozent darüber, bevor die neue Runde überhaupt im Handel ist.

Was das für meine Zahlen bedeutet

Die Richtpreise oben habe ich am 19. Oktober 2026 nachgeschlagen, mit zwei Quellen je Karte: den Preisen meiner Partnerhändler und dem Median der Neuware-Angebote bei eBay. Beim ersten Stand von Anfang September stand an dieser Stelle, sie seien eher eine Untergrenze als ein Versprechen. Genau so kam es: Die RTX 5060 ist seitdem von 355 auf 466 Euro gestiegen, die RX 7600 von 290 auf 390. Wenn du eine bestimmte Karte im Auge hast, sieh dir vor dem Bestellen trotzdem den Tagespreis an.

Welche ich nehmen würde

  1. 1
    Full HD, und es soll wenig kosten

    RX 7600 für rund 390 Euro. In dieser Auflösung reichen 8 GB, und du zahlst nichts für Leistung, die der Monitor nicht zeigt. Für diese Karte habe ich eigene Messwerte. Sie ist jetzt auch die günstigste der fünf mit eigenen Bildraten, die RX 6600 darunter ist aus dem Handel verschwunden.

  2. 2
    1440p, und die Karte soll ein paar Jahre halten

    Unter 500 Euro gibt es diese Karte gerade nicht. Die RX 7700 XT war bis zum Oktober die Antwort darauf, sie kostet jetzt ab 929,89 Euro. Von den sechs übrigen trage ich bei keiner 2560 x 1440 als Auflösung ein. Am nächsten kommt die RTX 5060 für rund 466 Euro, aber mit 8 GB würde ich sie für diese Auflösung nicht als Karte für die nächsten Jahre kaufen. Wenn 1440p das Ziel ist und die Karte halten soll, ist das Budget in dieser Lage zu knapp. Lieber warten als danebenkaufen.

  3. 3
    Möglichst viel fürs Geld

    Intel Arc B580 für rund 369 Euro. Sie liegt beim Verhältnis aus Leistung und Preis gut sechs Prozent vor der RTX 5060, hat 12 GB statt 8 und kostet rund 100 Euro weniger. Zwei Haken: Sie braucht Resizable BAR im BIOS, sonst bricht die Leistung ein, und eigene Bildraten habe ich für sie nicht. Willst du gemessene Werte, bleibt die RTX 5060 für rund 466 Euro.

Bevor du bestellst

Zwei Sachen prüfen: Passt die Karte ins Gehäuse, und reicht das Netzteil? Beides rechnet mein Konfigurator nach, wenn du deine vorhandenen Teile einträgst. Die Faustregel fürs Netzteil: Karte plus Prozessor, rund 75 Watt für den Rest, dann etwa 30 Prozent drauf.

Häufige Fragen

Welche Grafikkarte ist die beste bis 500 Euro?
Nach reiner Leistung die GeForce RTX 5060 für rund 466 Euro mit 8 GB. Nach Leistung je Euro die Intel Arc B580 für rund 369 Euro mit 12 GB, gut sechs Prozent vor der RTX 5060. Beides sind eingeordnete Indexwerte. Eine eigene Spiele-Messreihe habe ich in dieser Preisklasse für drei der fünf Karten: RTX 5060, RTX 3060 und RX 7600. Die früheren Antworten auf diese Frage, erst die RX 6700 XT und dann die RX 7700 XT, sind beide nicht mehr im Handel zu bekommen.
Reichen 8 GB Grafikspeicher noch?
Für Full HD meistens ja. Sobald die Auflösung oder die Texturqualität steigt, wird es eng, und das merkst du nicht an einer niedrigeren Bildrate, sondern an Nachladerucklern und an Texturen, die verzögert scharf werden. In dieser Preisklasse kostet mehr Speicher gerade nichts extra, sondern weniger: Die Arc B580 mit 12 GB kostet rund 369 Euro, die RTX 5060 mit 8 GB rund 466. Karten mit 16 GB gibt es unter 500 Euro gerade gar nicht mehr.
Lohnt sich eine ältere Karte wie die RX 6700 XT?
Neu bekommst du sie praktisch nicht mehr. Bei Geizhals standen am 23. September 2026 fast alle Varianten ohne Angebot, der Rest waren Einzelstücke zwischen 702 und 1.799 Euro, weit über ihrem Wert. Deshalb habe ich sie aus der Empfehlung genommen. Inzwischen ist das kein Einzelfall mehr: Am 19. Oktober 2026 traf dasselbe auf die RX 7700 XT, die RX 7600 XT, die RX 6600, die RTX 3060 Ti und die RTX 4060 Ti zu, alle fünf nur noch als Einzelangebote weit über ihrem Wert. Gebraucht gibt es sie noch, etwa bei eBay. Das ist dann aber eine eigene Entscheidung mit eigenem Risiko, empfehlen kann ich hier nur, was es neu im Handel gibt.
Wie viel Netzteil brauche ich für eine Karte in dieser Klasse?
Rechne die Wattangabe der Karte und die deines Prozessors zusammen, gib rund 75 Watt für den Rest dazu und schlag etwa 30 Prozent auf. Der Aufschlag ist kein Luxus. Grafikkarten ziehen für Sekundenbruchteile deutlich mehr als ihren Nennwert, und ein zu knappes Netzteil schaltet dabei ab. Das sieht dann aus wie ein Defekt der Karte.

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