Was ist in meinem PC verbaut? Hardware auslesen
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Das meiste steht im Task-Manager unter „Leistung“: Prozessor, Grafikkarte, Arbeitsspeicher mit belegten Steckplätzen und die Angabe, ob ein Laufwerk eine SSD oder eine Festplatte ist. Mainboard und BIOS-Fassung findest du in der Systeminformation, die du mit der Windows-Taste zusammen mit R und der Eingabe msinfo32 öffnest. Beides ist in Windows eingebaut, du musst nichts herunterladen. Ein paar dieser Werte stimmen allerdings nicht, und welche das sind, steht weiter unten.
Der schnelle Weg: der Task-Manager
Drücke Strg, Umschalt und Escape gleichzeitig. Klick oben auf „Leistung“. Links steht dann eine Liste, und jeder Eintrag darin ist ein Stück deiner Hardware.
- CPU: oben rechts der Modellname, darunter Kerne, logische Prozessoren und der Basistakt.
- Arbeitsspeicher: Gesamtmenge, Geschwindigkeit, Bauform und die Zeile „Verwendete Steckplätze“, zum Beispiel 2 von 4.
- GPU: der Name der Grafikkarte und der eigene Grafikspeicher. Stehen dort zwei Einträge, hat dein Prozessor zusätzlich eine eingebaute Grafik.
- Datenträger: je ein Eintrag pro Laufwerk, hinter dem Modellnamen steht SSD oder HDD.
Für die meisten Fragen reicht das schon. Wer wissen will, ob sich Aufrüsten lohnt, braucht genau diese vier Angaben.
Geschwindigkeit, Bauform und Steckplätze kommen nicht aus dem Speicher selbst, sondern aus einer Tabelle, die der Mainboard-Hersteller beim Start füllt. Manche Hersteller tragen dort alles ein, manche Standardwerte, manche gar nichts. Eine fehlende Angabe ist deshalb kein Defekt, sondern eine Lücke im Eintrag.
Mainboard und BIOS: msinfo32
Das Mainboard zeigt der Task-Manager nicht an. Dafür gibt es die Systeminformation, ebenfalls in Windows eingebaut.
- 1Systeminformation öffnen
Windows-Taste und R gleichzeitig drücken, msinfo32 eintippen, Eingabetaste.
- 2Mainboard ablesen
Auf der ersten Seite stehen die Zeilen „BaseBoard-Hersteller“ und „BaseBoard-Produkt“. Zusammen ergeben sie den vollen Namen des Mainboards. Erschrick nicht, wenn beim Hersteller die lange Firmierung steht: Bei mir ist es „Micro-Star International Co., Ltd.“, und gemeint ist MSI. Steht dort statt eines Modellnamens nur eine Nummer, ist das bei Fertig-PCs der Normalfall. Was du dann machst, steht in Welches Mainboard habe ich?.
- 3BIOS-Fassung notieren
Etwas weiter oben steht „BIOS-Version/-Datum“. Diese Nummer brauchst du, sobald du über einen neuen Prozessor nachdenkst.
- 4Bei Bedarf die Grafikkarte nachschlagen
Derselbe Weg mit dxdiag statt msinfo32 öffnet das DirectX-Diagnoseprogramm. Die Registerkarte für die Anzeige zeigt Name und Chip der Karte, das Treiberdatum und zwei Speicherangaben. Nimm die für den eigenen Speicher der Karte, nicht die Gesamtsumme. Warum, steht im nächsten Abschnitt.
Warum das Mainboard so wichtig ist: Ob ein neuer Prozessor läuft, entscheidet nicht der Sockel allein. Es sind drei Hürden. Der Sockel muss passen, das Board braucht eine BIOS-Fassung, die den Prozessor kennt, und die Speichergeneration muss stimmen. Welche Kombinationen zusammenpassen, rechnet dir der Konfigurator aus.
Fertig-PC oder selbst gebaut: was für ein Rechner ist das?
Wenn du den Rechner fertig gekauft hast, steht sein Name in derselben Übersicht. Lass msinfo32 offen und sieh auf der ersten Seite nach den Zeilen „Systemhersteller“ und „Systemmodell“. Dort steht dann das, was auch auf dem Karton stand: der Hersteller und eine Modellbezeichnung. Mit der findest du das Datenblatt des Herstellers, und darin steht oft, was sich überhaupt tauschen lässt.
Auf meinem eigenen Rechner meldet Windows als Systemmodell MS-7C56 und als Systemhersteller Micro-Star International. Das ist kein PC-Modell, sondern die interne Nummer meines Mainboards und der Name des Board-Herstellers. Der Grund ist derselbe wie bei den fehlenden Speicherangaben weiter oben: Diese Zeilen kommen aus einer Tabelle, die beim Start vom Mainboard gefüllt wird. Wer seinen Rechner selbst zusammenschraubt, trägt dort nie etwas ein. Manche Boards schreiben stattdessen „To Be Filled By O.E.M.“ hinein. Beides heißt dasselbe: Es gibt kein PC-Modell, weil es keinen PC-Hersteller gab.
Für die Frage, was du aufrüsten kannst, ändert das nichts. Dafür zählt ohnehin das Mainboard, und das steht in derselben Übersicht ein paar Zeilen weiter.
Lieber ein Programm? Drei kostenlose
Wer alles auf einen Blick will, nimmt ein Programm. Diese drei sind kostenlos und reichen für alles, was hier steht. Lade sie nur von der Seite des Herstellers, dann bekommst du die echte Datei und nichts dazu.
- HWiNFO, von hwinfo.com: zeigt wirklich alles, bis zu jeder Spannung und Temperatur. Für den Überblick reicht das Zusammenfassungsfenster, das beim Start aufgeht.
- CPU-Z, von cpuid.com: klein und schnell. Die Reiter „Mainboard“ und „Memory“ zeigen Board und Arbeitsspeicher, der Reiter „SPD“ jeden einzelnen Riegel.
- Mein PC-Check-Tool: liest dasselbe aus und sagt dir in Sätzen, was auffällt, zum Beispiel ob dein Speicher langsamer läuft, als er könnte.
Unter „Memory“ steht bei „DRAM Frequency“ zum Beispiel 1600 MHz, obwohl auf der Packung 3200 steht. Das ist kein Fehler: DDR-Speicher überträgt zweimal pro Takt, und die Zahl auf der Packung ist schon verdoppelt. Was du sonst nicht ungeprüft glauben solltest, steht im nächsten Abschnitt.
Vier Werte, die du nicht ungeprüft glauben solltest
Nicht jede Zahl auf dem Bildschirm stimmt. Beim Bauen meines Auslese-Programms sind vier Stellen aufgefallen, an denen Windows und ältere Programme regelmäßig danebenliegen. Ausführlich steht das in Was Windows über deine Hardware sagt, hier die Kurzfassung.
- Der Speichertakt: Es gibt zwei Werte, den Grundtakt ohne Profil und den tatsächlich eingestellten. Programme zeigen mal den einen, mal den anderen. Steht bei DDR5 die 4800 oder bei DDR4 die 2133, ist meist nur das schnelle Profil aus. Wie du das änderst, steht in Dein RAM läuft langsamer, als er könnte.
- Der halbe Takt: Manche Programme melden 1600 statt 3200. Das ist kein Fehler, sondern eine andere Einheit. DDR-Speicher überträgt zweimal je Takt, die Zahl auf der Verpackung ist bereits die verdoppelte.
- Der Grafikspeicher: Ältere Auslese-Programme fragen ein Feld ab, das rechnerisch keine 4 GB fassen kann. Bei heutigen Karten steht dort Unsinn. Task-Manager und dxdiag holen den Wert über DirectX, aber pass auf, welche der beiden Zahlen du liest. Die eine ist der Speicher auf der Karte, die andere zählt Arbeitsspeicher mit, den sich die Karte bei Bedarf leiht. Auf meinem Rechner meldet dxdiag 40591 MB gesamt, die Karte hat aber 16 GB. Richtig ist die Zeile für den eigenen Speicher der Karte, bei mir 16052 MB. Im Task-Manager heisst sie „dediziert“.
- SSD oder Festplatte: Der Medientyp kommt aus einem Feld, das nicht immer gefüllt ist. Bei mir melden beide NVMe-Laufwerke sauber SSD, der angesteckte USB-Stick dagegen unbekannt. Was in diesem Fall weiterhilft, steht in Welche Festplatte habe ich?.
Drei Dinge stehen in keinem Programm. Welches Netzteil verbaut ist und wie viel Watt es leistet, steht nur auf dem Aufkleber am Netzteil selbst. In welchem Speicherkanal ein Riegel tatsächlich steckt, meldet Windows nur auf einem Teil der Mainboards verlässlich. Und ob ein belegter M.2-Steckplatz der Grafikkarte Leitungen wegnimmt, steht ausschließlich im Handbuch des Mainboards. Wer diese Angaben braucht, muss das Gehäuse öffnen oder nachschlagen.
Was du mit den Werten anfängst
Ausgelesen ist nur der halbe Weg. Diese vier Fragen lassen sich damit beantworten:
- Kann ich Arbeitsspeicher nachrüsten? Steht bei „Verwendete Steckplätze“ 2 von 4, sind zwei Plätze frei. Wo dein Speicher im Vergleich steht, zeigt die RAM-Bestenliste.
- Läuft mein Speicher mit dem Tempo, für das ich bezahlt habe? Die Zeile „Geschwindigkeit“ mit der Angabe auf der Verpackung vergleichen.
- Lohnt sich der Umzug von der Festplatte auf die SSD? Wenn im Task-Manager unter Datenträger noch HDD steht, ja. Was das bringt und was nicht, steht in Spiele auf der alten Festplatte.
- Passt ein neuer Prozessor? Dafür brauchst du Mainboard-Modell und BIOS-Fassung aus msinfo32, dazu die Liste der unterstützten Prozessoren auf der Herstellerseite des Boards.
- Lohnt sich das überhaupt noch, oder ist der Rechner zu alt? Das BIOS-Datum aus msinfo32 ist dafür ein Anhaltspunkt, aber ein trügerischer. Warum, und welche Zahl stattdessen zählt, steht in Wie alt ist mein PC?.
Wenn du dir das nicht alles einzeln zusammensuchen willst, macht mein PC-Check-Tool genau diesen Durchgang in einem Rutsch und sagt dir am Ende in klaren Sätzen, wo dein Rechner unter seinen Möglichkeiten läuft. Es ist ein kleines Windows-Programm, das du herunterlädst und startest. Es installiert sich nicht und ändert nichts an deinem System.
Häufige Fragen
- Was ist in meinem PC verbaut?
- Das meiste zeigt der Task-Manager: Strg, Umschalt und Escape gleichzeitig drücken, dann oben auf „Leistung“ klicken. Links stehen Prozessor, Arbeitsspeicher, Grafikkarte und jedes Laufwerk mit Modellnamen. Was dort fehlt, ist das Mainboard. Dafür drückst du die Windows-Taste zusammen mit R, tippst msinfo32 ein und liest die Zeilen „BaseBoard-Hersteller“ und „BaseBoard-Produkt“. Beides ist in Windows eingebaut, du musst nichts herunterladen.
- Was für einen PC habe ich?
- Drücke die Windows-Taste zusammen mit R, tippe msinfo32 ein und sieh auf der ersten Seite nach „Systemhersteller“ und „Systemmodell“. Bei einem gekauften Fertig-PC stehen dort Hersteller und Modellbezeichnung, und damit findest du das Datenblatt. Bei einem selbst gebauten Rechner steht dort stattdessen das Mainboard, bei meinem zum Beispiel MS-7C56. Das ist kein Fehler: Einen PC-Hersteller gab es in dem Fall nie.
- Wie finde ich heraus, welche Grafikkarte in meinem PC steckt?
- Drücke Strg, Umschalt und Escape, klick auf „Leistung“ und links auf „GPU“. Oben rechts steht der Modellname, unten der eigene Grafikspeicher. Stehen dort zwei GPU-Einträge, hat dein Prozessor zusätzlich eine eingebaute Grafikeinheit. Genauere Angaben liefert dxdiag: Windows-Taste und R drücken, dxdiag eintippen, dann die Registerkarte „Anzeige“ öffnen.
- Welches Mainboard ist in meinem PC verbaut?
- Drücke die Windows-Taste zusammen mit R, tippe msinfo32 ein und bestätige mit der Eingabetaste. Auf der ersten Seite stehen die Zeilen „BaseBoard-Hersteller“ und „BaseBoard-Produkt“, zusammen ergeben sie den vollen Namen. In derselben Übersicht findest du die BIOS-Version mit Datum. Wenn dort keine brauchbare Bezeichnung steht oder du dich fragst, was du mit dem Namen anfängst, steht das ausführlich in [Welches Mainboard habe ich?](/werkstatt/welches-mainboard-habe-ich).
- Wie alt sind die Teile in meinem PC?
- Einen einzigen Wert dafür gibt es nicht. In msinfo32 steht unter „BIOS-Version/-Datum“ ein Datum, das ist aber die Fassung des BIOS und nicht der Kauftag: Nach einer Aktualisierung ist es neuer als der Rechner. Das Windows-Installationsdatum sagt noch weniger, weil jede Neuinstallation es zurücksetzt. Bei mir liegen beide Angaben und der Marktstart meines Prozessors gut siebzehn Monate auseinander. Wie du damit umgehst, steht in [Wie alt ist mein PC?](/werkstatt/wie-alt-ist-mein-pc).
- Habe ich eine SSD oder eine Festplatte im Rechner?
- Im Task-Manager unter „Leistung“ steht für jedes Laufwerk ein eigener Eintrag, und hinter dem Modellnamen steht SSD oder HDD. Steht dort nichts oder „Unspecified“, fehlt die Angabe im Laufwerk selbst. Was du dann machst, steht in [Welche Festplatte habe ich?](/werkstatt/welche-festplatte-habe-ich).
- Wie viele RAM-Steckplätze sind bei mir noch frei?
- Der Task-Manager zeigt unter „Leistung“ und „Arbeitsspeicher“ die Zeile „Verwendete Steckplätze“, zum Beispiel 2 von 4. Die zweite Zahl ist die Gesamtzahl der Plätze auf dem Mainboard. Diese Angabe stammt aus einer Tabelle, die der Mainboard-Hersteller füllt, und fehlt bei manchen Fertig-PCs komplett. Dann hilft nur das Handbuch des Boards oder ein Blick ins geöffnete Gehäuse.
- Kann ich auslesen, welches Netzteil verbaut ist?
- Nein. Ein normales Netzteil ist mit dem Rechner nicht über eine Datenleitung verbunden, es liefert nur Strom. Kein Programm kann Hersteller oder Wattzahl ermitteln. Diese Angaben stehen ausschließlich auf dem Aufkleber am Netzteil selbst, also im Gehäuse. Wer den Rechner fertig gekauft hat, findet sie manchmal noch im Datenblatt des Herstellers.
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