Gaming-PC für 1.000 Euro: ehrlich gerechnet
Acht Bauteile, echte Messwerte, keine Mondpreise. Das ist der Build, den wir selbst empfehlen würden.
Rund 1.000 Euro reichen für flüssiges 1080p-Gaming, wenn kein Cent in Show-Bauteile fließt. Diese Liste ist auf Kompatibilität geprüft, die Bildraten stammen aus der ComputerBase, Stand Mai 2026. Bei den Preisen steht der günstigste Händlerpreis mit seinem Datum, wo ein Händler das Teil führt, sonst unser Richtpreis mit „ca.“ davor. Die Summe ist genau die Summe dieser Zahlen.
Stand: Händlerpreise vom 14.10.2026, Bildraten Mai 2026
Die Bauteile
- ProzessorAMD Ryzen 5 5600124,88 €AmazoneBay
- GrafikkarteAMD Radeon RX 7600371,71 €AmazoneBay
- MainboardASRock B550M Pro489,19 €eBay
- ArbeitsspeicherG.Skill Ripjaws V DDR4-3600 16GB140,99 €AmazoneBay
- SSDWD Black SN850X 1TB214,99 €AmazoneBay
- NetzteilSeasonic Core GX-650 650Wca. 70 €AmazoneBay
- KühlerThermalright Peerless Assassin 120 SEca. 35 €AmazoneBay
- GehäuseCooler Master MasterBox Q300L V2ca. 62 €AmazoneBay
Aus 5 Händlerpreisen vom 14.10.2026 und 3 Richtpreisen, ohne Versand. Das sind heute 109 € über 1.000, wir runden das nicht weg.
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So schnell ist der Build wirklich (1080p, AMD Radeon RX 7600)
- F1 2587 Bilder/s
- Cyberpunk 207782 Bilder/s
- Battlefield 665 Bilder/s
- Crimson Desert57 Bilder/s
- Kingdom Come: Deliverance 253 Bilder/s
- Doom: The Dark Ages40 Bilder/s
Gemessen hat das nicht irgendwer und nicht wir, sondern ComputerBase, mit DLSS beziehungsweise FSR im Quality-Modus, wo die Messreihe es angibt. Der unterste Wert steht absichtlich mit dabei: Wer erst nach dem Kauf merkt, dass der härteste Titel der Liste reduzierte Details braucht, kommt nicht wieder.
Messbedingungen je Spiel
- F1 25: Hohe Detailstufe, kein Raytracing, DLSS/FSR im Quality-Modus. Der genuegsamste Titel dieser Auswahl, er zeigt, wo auch guenstige Karten klar fluessig laufen.
- Cyberpunk 2077: Hohe Detailstufe, kein Raytracing, DLSS/FSR im Quality-Modus. Die Referenz der Branche und hier bewusst ohne Raytracing gemessen, damit der Wert mit den anderen Titeln ohne RT vergleichbar bleibt.
- Battlefield 6: Ultra-Preset, kein Raytracing, mit DLSS/FSR in nativer Auflösung gemessen. Der Mehrspieler-Modus kann durch die Spielerzahl stärker am Prozessor hängen als diese Testszene.
- Crimson Desert: Filmisch-Preset mit eingeschaltetem Raytracing, DLSS/FSR im Quality-Modus (67 Prozent Renderauflösung). Eines der beiden Spiele hier, bei denen Raytracing an ist, deshalb liegen die Werte niedriger als bei den Titeln ohne.
- Kingdom Come: Deliverance 2: Höchste Detailstufe, kein Raytracing, mit DLSS/FSR in nativer Auflösung gemessen.
- Doom: The Dark Ages: Raytracing ist hier keine Option, sondern Pflicht: Das Spiel setzt Hardware-Raytracing voraus und startet auf Karten ohne RT-Einheiten gar nicht. Gemessen mit DLSS/FSR in nativer Auflösung. Der Einbruch bei Karten mit 8 GB Grafikspeicher ist echt und kein Messfehler, siehe Hinweis unten.
Nach dem Zusammenbau: zwei Handgriffe
- Das Monitorkabel gehört in die Grafikkarte, nicht ins Mainboard. Der AMD Ryzen 5 5600 hat keine eingebaute Grafik, AMD schreibt dazu selbst: Grafikkarte erforderlich. Am Mainboard-Anschluss bleibt der Bildschirm deshalb schwarz.
- Das Speicherprofil im BIOS einschalten. Ohne XMP oder EXPO läuft der Arbeitsspeicher langsamer, als auf der Packung steht. So geht das.
So prüfst du ein Fertig-PC-Angebot
Viele kaufen lieber fertig, und das ist in Ordnung. Fünf Fragen trennen ein faires Angebot von einem schlechten:
- Steht eine Grafikkarte mit Modellnamen drin? Steht dort nur „Radeon Graphics“, „Vega“ oder „Intel UHD“, ist das die Grafik im Prozessor. Die Bildraten oben gelten nur mit einer echten Grafikkarte, mit Prozessorgrafik liegen sie weit darunter.
- Ist das Netzteil mit Hersteller und Watt genannt? Fehlt die Angabe, frag vor dem Kauf nach. Warum die Wattzahl passen muss, steht weiter unten bei den Fragen.
- Stecken zwei Speicherriegel drin? „2 x 8 GB“ ist besser als „1 x 16 GB“, hier steht warum.
- Liegen die Spiele auf einer SSD? Eine Festplatte als einziges Laufwerk macht die Ladezeiten deutlich länger. Mehr dazu.
- Stimmt der Preis im Vergleich? Prozessor, Grafikkarte, Arbeitsspeicher und SSD aus der Liste oben kosten zusammen rund 853 € (Stand 14.10.2026). Hat ein Fertig-PC dieselben Teile und kostet deutlich mehr, bezahlst du Zusammenbau, Garantie und Marke. Das kann es wert sein, du solltest es nur wissen.
Später aufrüsten
Der AMD Ryzen 5 5600 sitzt auf dem Sockel AM4. Beim Spielen spürbar schneller ist auf diesem Sockel der AMD Ryzen 7 5800X3D (Gaming-Index 140 statt 100, heute 335,00 € bei notebooksbilliger DE/AT). Die übrigen AM4-Prozessoren im Katalog liegen höchstens 7 Prozent vorn, das merkt man im Spiel kaum. Arbeitsspeicher und Mainboard bleiben dabei. Vorher auf der Seite des Mainboard-Herstellers prüfen, ob ein BIOS-Update nötig ist. Wer später auf einen neueren Sockel wechselt, braucht Mainboard und Arbeitsspeicher neu, denn die aktuellen Plattformen von AMD und Intel nutzen DDR5.
Mach deinen eigenen Build draus
Diese Liste ist ein Startpunkt, kein Gesetz: Vielleicht liegt bei dir noch eine SSD im Schrank, oder du willst den Aufpreis für eine schnellere Grafikkarte investieren. Öffne den Build im Konfigurator, tausche Teile, und die Kompatibilitätsprüfung sagt dir sofort, ob alles noch zusammenpasst.
Diesen Build im Konfigurator öffnenDer Rechner steht, fehlen die Spiele
Spiele-KeyWerbungInstant Gaming, verkauft selbst als Händler statt als offener Marktplatz. Deshalb steht hier dieser Anbieter und kein anderer.Zu den Spielen →Häufige Fragen
- Reichen 1.000 Euro für einen Gaming-PC?
- Knapp. Mit den Preisen vom 14.10.2026 kostet dieser Build rund 1.109 Euro ohne Monitor, also etwas mehr. Dafür kommt er in F1 25 auf rund 87 Bilder pro Sekunde. Nur die härtesten Grafikkracher wie Doom: The Dark Ages zwingen zu reduzierten Details, dort sind es 40 Bilder.
- Warum eine AMD Radeon RX 7600 und nichts Schnelleres?
- Weil jeder Euro mehr hier direkt den Rahmen verlässt, und die Alternative sagen wir ehrlich dazu: Die nächste neu erhältliche Stufe ist die NVIDIA GeForce RTX 5060 (nach unserem Gaming-Index rund 32 Prozent schneller, Aufpreis etwa 65 Euro). Wer den Aufpreis übrig hat, sollte ihn genau dort investieren, denn die Grafikkarte bringt in diesem Build den größten Sprung.
- Reicht ein 650-Watt-Netzteil wirklich?
- Ja, und die Rechnung ist offen: 165 Watt für die Grafikkarte, 65 Watt für den Prozessor, rund 51 Watt für Mainboard, Speicher und den Rest, macht etwa 281 Watt. Mit rund 30 Prozent Luft für die kurzen Lastspitzen, die Grafikkarten über ihren Nennwert hinaus ziehen, landet der Bedarf bei etwa 366 Watt. Ein größeres Netzteil bringt diesem Build nichts außer Kosten.
