Methodik
Woher jede Zahl auf dieser Seite stammt, wie sie berechnet wird und wo ihre Grenzen liegen.
BenchMeister betreibt kein eigenes Testlabor. Alle Leistungswerte stammen aus veröffentlichten Messungen Dritter und werden zu relativen Indizes verrechnet, die auf einen Basiswert von 100 normiert sind. Derzeit sind 34 Prozessoren, 33 Grafikkarten, 8 Arbeitsspeicher-Kits und 8 Datenträger erfasst. Zu jeder Rangliste steht dabei, ob ein Wert gemessen, abgeleitet oder aus Herstellerangaben berechnet ist.
Drei Arten von Werten, und warum der Unterschied zählt
Nicht jede Zahl auf dieser Seite ist gleich belastbar. Wer das nicht weiß, hält eine berechnete Latenz für eine gemessene. Deshalb steht bei jeder Rangliste, welche Art von Wert man vor sich hat.
- gemessenSpiele-Bildraten bei Grafikkarten
Bildraten aus unabhängigen Tests, unverändert übernommen.
Grenze: Gilt für genau die getestete Szene, Hardware und Treiberversion. Ein anderer Spielabschnitt kann abweichen.
- abgeleitetGaming- und Workstation-Wertung bei Prozessoren und Grafikkarten
Relativer Index, aus veröffentlichten Messungen Dritter errechnet und auf einen Basiswert von 100 normiert.
Grenze: Keine absolute Einheit. Nur innerhalb derselben Rangliste vergleichbar, nie zwischen CPU- und GPU-Liste.
- berechnetBandbreite und Latenz beim Arbeitsspeicher
Aus Herstellerangaben ausgerechnet, keine Messung von irgendjemandem.
Grenze: Rechnerischer Wert. Was ein Rechner tatsächlich erreicht, hängt zusätzlich vom Mainboard, vom Speichercontroller und von den Einstellungen ab.
Die Quellen
Vollständige Liste, mit Verweis auf das Original. Wer eine Zahl nachprüfen will, soll das können, ohne uns fragen zu müssen. Stand der übernommenen Daten: August 2026.
| Quelle | Wofür sie steht |
|---|---|
| Tom's Hardware, CPU-Hierarchie | Grundlage der Gaming-Wertung bei Prozessoren |
| Tom's Hardware, GPU-Hierarchie | Grundlage der Gaming-Wertung bei Grafikkarten (1440p, hohe Details) |
| ComputerBase, Grafikkarten-Rangliste | Gemessene Bildraten in 5 Spielen, je Auflösung |
| Blender Open Data | Grundlage der Workstation-Wertung, Median über drei Testszenen |
| Puget Systems | Ergänzend bei Grafikkarten: Videoschnitt und KI-Bildberechnung |
Der Umfang ist bewusst begrenzt. Das Datenbankherstellerrecht (§ 87b UrhG) verbietet die Entnahme wesentlicher Teile einer Datenbank. Ein Ausschnitt mit Quellenangabe und Rückverweis bleibt klar darunter, ein Spiegeln kompletter Ranglisten wäre etwas anderes. Aus demselben Grund wurde am 26.08.2026 eine zuvor genutzte Quelle wieder entfernt, deren Nutzungsbedingungen kommerzielle Auswertung ausschließen.
Wie ein Index entsteht
Die veröffentlichten Werte der Quellen werden auf einen Basiswert von 100 normiert. Dadurch lassen sich Bauteile untereinander vergleichen, ohne dass eine erfundene absolute Einheit entsteht.
Ein Index von 180 heißt nicht „180 Punkte“, sondern „80 Prozent schneller als das Bauteil mit dem Basiswert 100“. Innerhalb einer Rangliste verhalten sich die Werte proportional zueinander. Zwischen zwei Ranglisten funktioniert das nicht: Ein CPU-Index von 180 und ein GPU-Index von 180 haben nichts miteinander zu tun.
Es gibt zwei getrennte Wertungen, weil sie verschiedene Lasten abbilden. Gaming misst Leistung in Spielen. Workstation misst anhaltende Rechenlast wie 3D-Rendern, Videoschnitt oder KI-Bildberechnung. Beide beruhen auf verschiedenen Quellen und können deutlich auseinanderfallen. Es gibt bewusst keine Gesamtnote, die beides zusammenrechnet: Sie würde eine Eindeutigkeit vortäuschen, die es nicht gibt.
Die Formeln
Alles, was hier gerechnet wird, steht offen da und lässt sich nachrechnen.
Leistungsindex ÷ Richtpreis in EuroGegenprobe: Index 120 bei 160 Euro ergibt 0,75 Indexpunkte je Euro. Höher ist besser.(Wert A − Wert B) ÷ Wert B × 100Gegenprobe: Index 132 gegen 120 ergibt 10 Prozent Vorsprung.Takt in MT/s × 8 Byte × Kanäle ÷ 1000Gegenprobe: DDR4-3200 im Zweikanalbetrieb: 3200 × 8 × 2 ÷ 1000 = 51,2 GB/s.CAS-Latenz × 2000 ÷ Takt in MT/sGegenprobe: DDR4-3200 CL16: 16 × 2000 ÷ 3200 = 10 ns. Deckt sich mit den Herstellerangaben.Der Faktor 2000 bei der Latenz kommt daher, dass DDR-Speicher zwei Übertragungen je Taktzyklus macht, der echte Takt also halb so hoch ist wie die angegebene Zahl. Bei der Bandbreite werden höchstens zwei Kanäle gerechnet, weil vier Module in einem üblichen Mainboard mehr Kapazität bringen, aber nicht mehr Bandbreite.
Was wir nicht tun
- Keine eigenen MessungenWir haben kein Testlabor und behaupten auch nicht, eines zu haben. Was hier steht, ist verrechnete Arbeit anderer, mit Quellenangabe.
- Keine Preise ohne HerkunftDer Richtpreis ist unser eigener Orientierungswert und heißt so. Der eBay-Preis daneben ist live abgefragt, auf das passende Produkt geprüft und als eBay-Preis gekennzeichnet. Den verbindlichen Preis nennt immer erst der jeweilige Shop.
- Keine bezahlten PlatzierungenKein Hersteller und kein Händler kann eine Position kaufen. Die Reihenfolge entsteht aus den Messwerten, die Provisionshöhe geht in keine Berechnung ein.
- Keine GesamtnoteEine einzelne Zahl, die Gaming und Workstation zusammenrechnet, würde eine Eindeutigkeit vortäuschen, die es nicht gibt. Die beiden Wertungen bleiben getrennt.
Wann ein anderes Werkzeug besser passt
BenchMeister kann nicht alles, und es wäre unredlich, so zu tun. Drei Fälle, in denen etwas anderes die bessere Wahl ist. Die Angaben sind am 27.08.2026 nachgeprüft.
- Du willst den tagesaktuell günstigsten PreisDann nimm einen echten Preisvergleich. Geizhals etwa gibt es seit 1996, gehört seit 2021 zur Heise-Gruppe und bietet Preisverlauf, Lagerbestände und Händlerbewertungen für Deutschland und Österreich. Unsere Richtpreise sind Orientierung, und auch der live abgefragte eBay-Preis ist der Blick auf einen einzelnen Marktplatz, kein Marktüberblick über alle Händler.
- Du willst eine sehr große Auswahl an Bauteilen und HändlernPCPartPicker deckt nach eigenen Angaben 38 Länder ab, hat eine deutsche Fassung mit deutschen Händlern und einen weit größeren Katalog als wir. Unser Katalog ist bewusst klein gehalten, weil zu jedem Eintrag geprüfte Angaben gehören sollen.
- Du willst wissen, wie sich dein eigener Rechner schlägtDafür braucht es ein Messprogramm, das auf deinem Rechner läuft. Portale mit Nutzerdatenbanken wie UserBenchmark oder 3DMark bieten das. Unser PC-Check-Tool liest die verbaute Hardware aus und ordnet sie ein, es misst aber nicht die tatsächliche Leistung deines Systems.
Was BenchMeister dafür macht: zu jeder Zahl die Quelle nennen, die Art des Werts kennzeichnen, Gaming und Workstation getrennt halten und die Kompatibilität der gewählten Teile automatisch prüfen.
Häufige Fragen zur Methode
- Ist ein Leistungsindex von 180 doppelt so schnell wie 90?
- Ja, innerhalb derselben Rangliste. Die Indizes bei BenchMeister sind auf einen Basiswert von 100 normiert und verhalten sich zueinander proportional. Ein Wert von 180 bedeutet also 80 Prozent mehr Leistung als der Basiswert. Zwischen zwei verschiedenen Ranglisten funktioniert das nicht: Ein CPU-Index von 180 und ein GPU-Index von 180 haben nichts miteinander zu tun.
- Führt BenchMeister eigene Messungen durch?
- Nein. BenchMeister betreibt kein Testlabor. Alle Leistungswerte stammen aus veröffentlichten Messungen Dritter, namentlich Tom's Hardware, ComputerBase, Blender Open Data und Puget Systems. Auf jeder Rangliste steht dabei, ob ein Wert gemessen, abgeleitet oder aus Herstellerangaben berechnet ist.
- Wie wird die Preis-Leistung berechnet?
- Preis-Leistung ist bei BenchMeister der Leistungsindex geteilt durch den Richtpreis in Euro, also Indexpunkte je Euro. Höher ist besser. Weil der Richtpreis ein eigener Orientierungswert ist und kein tagesaktueller Händlerpreis, ist auch die Preis-Leistung eine Orientierung und keine exakte Kennzahl.
- Warum weichen Gaming- und Workstation-Wertung voneinander ab?
- Weil sie unterschiedliche Lasten abbilden. Die Gaming-Wertung misst Leistung in Spielen, die Workstation-Wertung anhaltende Rechenlast wie 3D-Rendern, Videoschnitt oder KI-Bildberechnung. Beides beruht auf verschiedenen Quellen und kann deutlich auseinanderfallen, besonders bei Grafikkarten.
- Beeinflussen Werbepartner die Rangfolge?
- Nein. Die Reihenfolge entsteht ausschließlich aus den Messwerten der genannten Quellen. Provisionshöhe geht in keine Berechnung ein, und es gibt keine bezahlten Platzierungen. Die Kauf-Links sind als Werbung gekennzeichnet und stehen unabhängig von der Platzierung bei jedem Bauteil.
Wie sich die Seite finanziert und warum das die Rangfolge nicht berührt, steht unter Über uns & Transparenz. Die Ranglisten selbst stehen in den Bestenlisten.
