Welche Festplatte habe ich? SSD oder HDD erkennen
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Drücke Strg, Umschalt und Escape gleichzeitig, klick oben auf „Leistung“ und links auf deinen Datenträger. Oben rechts steht hinter dem Modellnamen SSD oder HDD. Das reicht in den meisten Fällen. Steht dort aber nichts oder „Unspecified“, ist dein Laufwerk nicht kaputt und du hast nichts falsch gemacht: Dieses Feld füllt nicht Windows, sondern der Hersteller, und manche lassen es leer. Dann hilft ein zweiter Wert weiter, der immer stimmt. Wie das geht, steht weiter unten.
Der schnelle Weg
Du musst nichts installieren. Windows zeigt es dir an zwei Stellen, und beide brauchen keine Administratorrechte.
- 1Task-Manager öffnen
Drücke Strg, Umschalt und Escape gleichzeitig. Klick oben auf „Leistung“. Links steht für jedes Laufwerk ein eigener Eintrag.
- 2Den Eintrag anklicken
Oben rechts steht der Modellname, und dahinter in Klammern SSD oder HDD. Das ist die Antwort.
- 3Falls du es lieber als Liste hast
Tipp ins Startmenü „Laufwerke optimieren“ ein. Das Fenster zeigt alle Laufwerke untereinander, mit einer Spalte Medientyp.
Das klingt nach zwei unabhängigen Prüfungen, ist aber keine. Task-Manager und Optimieren-Fenster holen die Angabe aus derselben Quelle. Wenn der eine nichts weiß, weiß der andere auch nichts. Einen zweiten Beweis bekommst du erst mit dem Weg weiter unten.
Wenn dort nichts oder „Unspecified“ steht
Genau hier hören die meisten Anleitungen auf. Ich habe mir die acht angesehen, die zu dieser Frage zuerst angezeigt werden, und alle acht setzen voraus, dass Windows die Frage beantwortet. Keine einzige sagt, was zu tun ist, wenn nicht. Nachgesehen habe ich das am 20. September 2026.
Der Medientyp kommt aus einem Feld, das der Laufwerkshersteller füllt. Manche tragen dort nichts ein. Windows schreibt dann „Unspecified“ hin, also unbestimmt, und das sieht aus wie ein Fehler. Es ist keiner. Bei mir passiert das mit einem angesteckten USB-Stick.
Es gibt aber einen zweiten Wert, der nicht vom Hersteller abhängt: die Art des Anschlusses. Und aus der lässt sich die Frage in einem Fall zwingend beantworten.
- 1PowerShell öffnen
Rechtsklick auf das Windows-Symbol unten links, dann „Terminal“ oder „Windows PowerShell“. Administratorrechte brauchst du dafür nicht.
- 2Diese Zeile eingeben
Get-PhysicalDisk | Select-Object FriendlyName, MediaType, BusType. Du bekommst je Laufwerk eine Zeile mit Modellname, Medientyp und Anschlussart.
- 3Auf die Spalte BusType sehen
Steht dort NVMe, ist es sicher eine SSD, auch wenn beim Medientyp nichts steht. Über NVMe kann gar keine mechanische Festplatte angeschlossen sein, dafür gibt es diese Anschlussart nicht. Steht dort SATA, sagt das für sich genommen nichts: An SATA hängen sowohl Festplatten als auch SSDs.
So sieht das bei mir aus, drei Laufwerke, eines davon ohne Medientyp:
- KINGSTON SKC3000S1024G: MediaType SSD, BusType NVMe. Eindeutig, beide Angaben passen.
- Samsung SSD 970 EVO Plus 2TB: MediaType SSD, BusType NVMe. Ebenso.
- VendorCo ProductCode: MediaType Unspecified, BusType USB. Der Medientyp fehlt. Hier ist es ein USB-Stick, und über USB kann beides hängen, deshalb bleibt dieser Fall offen.
In meinem Rechner steckt keine Festplatte mit Scheiben, ich kann dir also nicht aus eigener Messung sagen, was dort in den Spalten steht. Die Spalte SpindleSpeed, die man dafür vermuten würde, zeigt bei mir auch bei den SSDs eine Null und taugt deshalb nicht als Unterscheidung. Wenn du eine Festplatte hast und dort etwas anderes siehst, schreib mir das gern.
Zwei Irrtümer, die dabei kursieren
Beim Durchlesen der acht Anleitungen sind mir zwei Angaben aufgefallen, die in die Irre führen. Ich nenne sie, weil beide plausibel klingen.
- „Steht ATA oder SATA im Modellnamen, ist es eine Festplatte.“ Das stimmt nicht. SATA ist die Anschlussart, und SSDs gab es jahrelang fast nur mit diesem Anschluss. Aus SATA folgt gar nichts über die Bauart.
- „Sieh in der Datenträgerverwaltung nach.“ Dort steht der Medientyp nicht. Das Werkzeug zeigt Partitionen und Größen, nicht die Bauart des Laufwerks.
Eine SSD ist nicht gleich eine SSD. Eine über SATA angeschlossene SSD ist bei etwa 550 Megabyte je Sekunde am Ende, eine über NVMe schafft ein Vielfaches. Im Alltag merkt man davon allerdings wenig. Der große Sprung liegt zwischen Festplatte und SSD, nicht zwischen SATA-SSD und NVMe-SSD.
Was du mit der Antwort machst
Wenn dabei HDD herauskommt und dein Rechner sich zäh anfühlt, ist das mit ziemlicher Sicherheit die Ursache. Was ein Umzug bringt und was nicht, steht in Spiele auf der alten Festplatte. Wo dein Laufwerk im Vergleich steht, zeigt die SSD-Bestenliste.
Willst du gleich den ganzen Rechner durchgehen statt nur die Laufwerke, steht der Weg dafür in Was ist in meinem PC verbaut?. Und warum Windows bei der eigenen Hardware öfter danebenliegt, habe ich in Was Windows über deine Hardware sagt gesammelt.
Häufige Fragen
- Welche Festplatte habe ich?
- Drücke Strg, Umschalt und Escape gleichzeitig, klick auf „Leistung“ und links auf deinen Datenträger. Oben rechts steht der Modellname, dahinter in Klammern SSD oder HDD. Alternativ tippst du ins Startmenü „Laufwerke optimieren“, dort gibt es eine Spalte Medientyp. Beide Wege lesen allerdings denselben Wert, sind also keine zwei unabhängigen Prüfungen.
- Habe ich eine SSD oder eine HDD?
- Im Task-Manager unter „Leistung“ steht es hinter dem Modellnamen deines Laufwerks. Steht dort nichts oder „Unspecified“, fehlt die Angabe im Laufwerk selbst, und das ist kein Defekt. Öffne dann PowerShell und gib ein: Get-PhysicalDisk | Select-Object FriendlyName, MediaType, BusType. Steht bei BusType NVMe, ist es sicher eine SSD, denn über NVMe kann keine mechanische Festplatte angeschlossen sein.
- Warum zeigt Windows bei meinem Laufwerk „Unspecified“ an?
- Weil das Feld leer ist, aus dem Windows die Angabe liest. Es wird nicht von Windows gefüllt, sondern vom Laufwerk selbst, und manche Hersteller tragen dort nichts ein. Bei mir passiert das mit einem angesteckten USB-Stick, gemessen am 20. September 2026. Dein Laufwerk ist deswegen nicht defekt. Nimm stattdessen die Spalte BusType: NVMe heißt sicher SSD.
- Bedeutet SATA im Namen, dass es eine Festplatte ist?
- Nein, und das ist ein verbreiteter Irrtum. SATA ist die Anschlussart und sagt nichts über die Bauart. SSDs gab es jahrelang fast nur mit SATA-Anschluss, und es gibt sie bis heute. Umgekehrt gilt es schon: Hängt ein Laufwerk über NVMe am Rechner, ist es sicher eine SSD, weil es für mechanische Festplatten diese Anschlussart nicht gibt.
- Ist eine NVMe-SSD schneller als eine SATA-SSD?
- Auf dem Papier deutlich. Eine SATA-SSD ist bei rund 550 Megabyte je Sekunde am Ende, eine NVMe-SSD schafft ein Vielfaches davon. Im Alltag merkst du davon allerdings wenig, weil beim Starten von Windows und Programmen nicht die maximale Übertragungsrate zählt. Der große Sprung liegt zwischen Festplatte und SSD, nicht zwischen den beiden SSD-Arten.
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