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VRAM

Auch: Grafikspeicher, Videospeicher, Grafikkartenspeicher · Gemessen in GB

VRAM ist der eigene Speicher der Grafikkarte, in dem Texturen und Bilddaten liegen, solange ein Spiel läuft.

Was passiert, wenn er ausgeht

Der Grafikspeicher verhält sich anders als der Arbeitsspeicher: Er wird nicht langsam knapp, sondern kippt. Solange es reicht, merkt man nichts. Reicht es nicht mehr, muss die Karte auf den langsameren Arbeitsspeicher ausweichen, und das fällt sofort auf.

Typisch sind Nachladeruckler, obwohl die Bildrate zwischendurch hoch ist. Texturen, die erst matschig sind und dann scharf werden. Harte Aussetzer beim schnellen Drehen oder beim Betreten eines neuen Bereichs.

Der Unterschied zu einer zu langsamen Karte: Bei zu wenig Speicher ist die Bildrate im Mittel in Ordnung und ruckelt stoßweise. Bei zu wenig Rechenleistung ist sie gleichmäßig zu niedrig.

Belegt ist nicht gebraucht

Das ist der häufigste Fehlschluss zum Thema, und er kostet Geld. Anzeigeprogramme zeigen, wie viel Speicher belegt ist, nicht wie viel gebraucht wird. Spiele reservieren großzügig, weil ungenutzter Speicher niemandem hilft.

Eine Anzeige von 7,5 von 8 GB heißt deshalb erst einmal gar nichts. Sie sieht nur dramatisch aus. Dieselbe Szene auf einer Karte mit 16 GB würde vielleicht 11 GB belegen und trotzdem nicht mehr brauchen.

Der brauchbare Beleg sind die Symptome oben, nicht der Balken. Wenn nichts nachlädt und nichts stockt, ist der Speicher nicht knapp, egal was die Anzeige sagt.

Mehr Speicher heißt nicht schneller

VRAM ist Platz, nicht Tempo. Eine Karte mit viel Speicher und wenig Rechenleistung bleibt eine langsame Karte, sie bricht nur später ein. Genau davon leben die günstigen Angebote mit auffällig großen Speicherzahlen.

Aus unserem Katalog: Eine Radeon RX 9060 XT hat 16 GB, eine GeForce RTX 5080 ebenfalls. Dass beide gleich viel Speicher haben, sagt über ihre Leistung nichts. Die Einordnung dazu steht in unserer Grafikkarten-Bestenliste.

Beispiele aus unserem Katalog

  • NVIDIA GeForce RTX 50608 GB, die Größe, bei der es in hohen Einstellungen eng werden kann
  • AMD Radeon RX 9060 XT 16GB16 GB, gleiche Speichergröße wie viel teurere Karten
  • NVIDIA GeForce RTX 508016 GB, deutlich schneller, gleicher Speicher
  • AMD Radeon RX 7900 XTX24 GB, mehr als Spiele derzeit ausnutzen

Faustregel

Erst die Leistungsklasse aussuchen, dann innerhalb dieser Klasse auf den Speicher achten. Wer zwischen zwei ähnlich schnellen Karten wählt und eine hat mehr Speicher, nimmt die. Wer für mehr Speicher Leistung opfert, kauft am Ziel vorbei.

Häufiger Irrtum

Mein Grafikspeicher ist fast voll, ich brauche eine größere Karte.

Belegt ist nicht gebraucht. Spiele reservieren so viel Speicher, wie da ist, weil ungenutzter Speicher nichts bringt. Ein hoher Balken allein ist kein Mangel. Erst wenn Texturen nachladen oder das Bild stoßweise stockt, ist der Speicher wirklich zu klein.

Häufige Fragen

Woran merke ich, dass mein Grafikspeicher zu klein ist?

An Nachladerucklern trotz guter Bildrate, an Texturen, die erst matschig sind und dann scharf werden, und an harten Aussetzern beim schnellen Drehen. Nicht an der Belegungsanzeige: Spiele reservieren mehr, als sie brauchen.

Reichen 8 GB VRAM?

Das hängt vom Spiel, von der Auflösung und von den Texturdetails ab, eine allgemeine Antwort wäre geraten. Praktisch prüfst du es so: Treten die Symptome oben auf, dann nein. Treten sie nicht auf, dann ja, egal was die Belegungsanzeige zeigt. Als erster Versuch hilft es fast immer, nur die Texturqualität eine Stufe zu senken. Sie kostet viel Speicher und wenig Rechenleistung.

Ist eine Karte mit 16 GB schneller als eine mit 8 GB?

Nicht zwangsläufig. Speicher ist Platz, nicht Tempo. Eine langsame Karte mit viel Speicher bleibt langsam, sie bricht nur später ein. Vergleiche erst die Leistungsklasse, dann den Speicher.

Weiterlesen

  • Flaschenhals · Ein Flaschenhals ist das Bauteil, das in einer bestimmten Situation als erstes an seine Grenze kommt und damit das Tempo des ganzen Rechners vorgibt.
  • TDP · Die TDP ist die Wärmemenge, die der Kühler abführen können muss, und nicht der Stromverbrauch des Bauteils.
  • Grafikkarten-Bestenliste

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