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Spiele auf der alten Festplatte: Wann sich der Umzug lohnt

Stand:

Kurz gesagt

Eine SSD verkürzt Ladezeiten drastisch und beseitigt das Nachladeruckeln in offenen Spielwelten. Was sie dagegen kaum ändert, ist die Bildrate: Wer mit 45 Bildern spielt, spielt danach immer noch mit ungefähr 45 Bildern. Der Umzug lohnt sich trotzdem für fast jeden, und bei Steam geht er ohne erneuten Download.

Was sich ändert und was nicht

Zwischen Festplatte und SSD liegen keine paar Prozent. Eine Festplatte muss einen Schreibkopf an die richtige Stelle fahren, eine SSD hat gar keine beweglichen Teile. Spiele lesen beim Laden viele kleine Dateien, die überall verstreut liegen. Genau da ist der Abstand am größten.

  • Ladebildschirme: deutlich kürzer, oft um ein Vielfaches.
  • Nachladeruckler in offenen Welten: verschwinden meistens ganz. Das sind die kurzen Hänger, wenn du schnell durch die Gegend fährst und das Spiel Texturen nachladen muss.
  • Der Start des Spiels und des Betriebssystems: spürbar schneller.
  • Die Bildrate im laufenden Spiel: bleibt praktisch gleich. Dafür sind Grafikkarte und Prozessor zuständig, nicht das Laufwerk.
Der ehrliche Teil

Wenn dir jemand erzählt, eine SSD bringe mehr FPS, dann stimmt das so nicht. Sie beseitigt Ruckler, die durch Nachladen entstehen, und das fühlt sich flüssiger an. Die durchschnittliche Bildrate ändert sie nicht.

So ziehst du ein Steam-Spiel um, ohne es neu zu laden

Steam kann Spiele zwischen Laufwerken verschieben. Du musst also nichts löschen und erneut herunterladen.

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    Zielordner anlegen

    In Steam oben links auf „Steam“, dann „Einstellungen“, dann „Speicherverwaltung“. Dort auf das Pluszeichen und die SSD auswählen. Steam legt darauf einen zweiten Bibliotheksordner an.

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    Das Spiel auswählen

    In der Bibliothek mit der rechten Maustaste auf das Spiel klicken, dann „Eigenschaften“.

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    Verschieben

    Links auf „Installierte Dateien“, dann auf „Installationsordner verschieben“. Die SSD auswählen und bestätigen.

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    Warten

    Steam kopiert die Dateien. Das dauert je nach Spielgröße einige Minuten, geht aber deutlich schneller als ein neuer Download und verbraucht kein Datenvolumen.

Andere Plattformen können das auch, nur an anderer Stelle: Bei der Epic Games Launcher heißt es „Verschieben“ im Menü der drei Punkte am Spiel, bei Battle.net stellt man im Installationsordner-Dialog das Laufwerk um.

Welche SSD es sein sollte

Für Spiele reicht in den allermeisten Fällen eine ganz normale SATA-SSD. Sie passt an praktisch jeden Rechner, der bisher eine Festplatte hatte, und der Sprung von der Festplatte zu ihr ist der große. Der weitere Schritt von SATA zu NVMe ist im Alltag deutlich kleiner als die Zahlen auf der Verpackung vermuten lassen.

  • SATA: passt überall, wo vorher eine Festplatte saß, gleiche Kabel, gleicher Einbauplatz.
  • NVMe: braucht einen freien M.2-Steckplatz auf dem Mainboard. Ob deiner einen hat, steht im Handbuch des Mainboards.
  • Kapazität: Lieber einmal groß genug kaufen. Spiele werden nicht kleiner, und eine halbvolle SSD arbeitet entspannter als eine randvolle.

Welche Modelle wie schnell sind und woher wir die Werte haben, steht in der SSD- und Festplatten-Bestenliste. Ob eine bestimmte SSD zu deinem restlichen Rechner passt, prüft der Konfigurator automatisch.

Und falls du nicht sicher bist, ob bei dir überhaupt noch eine Festplatte werkelt: Das PC-Check-Tool sagt es dir, zusammen mit den anderen üblichen Bremsen.

Häufige Fragen

Bringt eine SSD mehr FPS in Spielen?
Nein, die durchschnittliche Bildrate bleibt praktisch gleich, dafür sind Grafikkarte und Prozessor zuständig. Was eine SSD ändert, sind Ladezeiten und das Nachladeruckeln in offenen Spielwelten. Beides fällt im Alltag stark auf, taucht in einer FPS-Zahl aber nicht auf.
Kann ich ein Steam-Spiel verschieben, ohne es neu herunterzuladen?
Ja. In Steam unter Einstellungen und Speicherverwaltung zuerst einen Bibliotheksordner auf dem neuen Laufwerk anlegen. Danach in der Bibliothek mit der rechten Maustaste auf das Spiel, Eigenschaften, Installierte Dateien, Installationsordner verschieben. Steam kopiert die Dateien direkt um, ein erneuter Download ist nicht nötig.
Reicht eine SATA-SSD für Spiele oder brauche ich NVMe?
Für Spiele reicht eine SATA-SSD in aller Regel aus. Der große Sprung liegt zwischen Festplatte und SSD, nicht zwischen SATA und NVMe. Eine NVMe-SSD ist auf dem Papier um ein Vielfaches schneller, im Spielalltag ist der Unterschied zu SATA aber klein. NVMe braucht zusätzlich einen freien M.2-Steckplatz auf dem Mainboard.

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